IN JEREZ WURDE GESCHICHTE GESCHRIEBEN

Auf dem Circuito Ángel Nieto fiel der Vorhang für die erste Saison des Bagger Racing League European Cup. Kämpfe, prominente Gäste und der erste Gesamtsieger: Manuel Grandi.

Am Circuito Ángel Nieto in Jerez de la Frontera ging am Wochenende die erste, historische Saison des Bagger Racing League European Cup zu Ende. Ein besonderer Lauf, ausgetragen gemeinsam mit der ESBK – Spanischen Superbike-Meisterschaft, der spektakuläre Rennen, Spannung bis zum Schluss und ein beeindruckendes Publikum im Bagger-Paddock bot.

Neben den permanenten Meisterschaftsfahrern gingen in Jerez auch hochkarätige Gäste an den Start: der Italiener Nazzareno Lumina, der Japaner Takeshi Ishizuka (frischer Vizeweltmeister der Endurance-WM) und vor allem der Spanier David Checa, vierfacher EWC-Weltmeister. Ein Starterfeld, das die internationale Attraktivität des BRL-Europe-Projekts bestätigt.

Qualifying: Checa vor den Ducatis

Nach dem Freitag zum Eingewöhnen auf der andalusischen Strecke fanden am Samstag die offiziellen Zeittrainings statt. David Checa setzte auf seiner Indian die Bestzeit und verwies das Ducati-Duo Andrea Tomio – fest entschlossen, im Titelkampf Punkte gutzumachen – und Ruben Xaus auf die Plätze. Die Top Five komplettierten Manuel Grandi, Gesamtführender, und Kevin Manfredi als bester Harley-Davidson-Pilot.

Rennen 1: Checa setzt sich ab, dahinter Show

Rennen 1 war sehr spektakulär. Checa startete stark von der Pole und baute nach wenigen Runden einen sicheren Vorsprung auf seine Verfolger auf. Dahinter lieferten sich jedoch Tomio, Xaus und Grandi typische BRL-Duelle mit vielen Überhol- und Kontermanövern und kamen schließlich in dieser Reihenfolge ins Ziel. Der Samstag endete mit einem echten Fest: Hunderte von Custom-Bikes, die nach Jerez gekommen waren, um die Bagger zu sehen, erlebten zunächst das BRL-Village aus nächster Nähe – mit Fotos, Videos, Stunt-Show und den Fahrern – und fuhren anschließend in einer Abschlussparade über die Strecke, die den Circuito Ángel Nieto vollständig füllte.

Rennen 2 und umgekehrtes Grid: der Titel entscheidet sich auf der Strecke

Vor Rennen 2 war die Spannung zwischen Tomio und Grandi besonders hoch: nur 18 Punkte trennten die beiden Italiener. Noch spannender wurde es durch das besondere BRL-Reverse-Grid, bei dem im zweiten Lauf der Letzte aus Rennen 1 von der Pole startet und alle anderen entsprechend folgen, während der Sieger von ganz hinten losfahren muss. So startete Checa aus der letzten Position.

Cameron Tenzing-Jenkins nutzte die Pole perfekt und führte seine Harley-Davidson in den ersten Runden. Doch der Druck des italienischen Duos war sofort da: Tomio und Grandi arbeiteten sich schnell an die Spitze vor. Auch Checa kam rasch nach vorn und nutzte die Zweikämpfe der Titelanwärter, um die Führung zurückzuerobern. Von da an wiederholte sich das Drehbuch von Rennen 1: Checa fuhr davon, während Tomio und Grandi den Zuschauern in Jerez ein packendes Duell boten.

Im Ziel siegte erneut David Checa, doch die große Feier galt Manuel Grandi, der sich mit seinem Podium in Rennen 2 zum ersten Gesamtsieger des Bagger Racing League European Cup krönte. Andrea Tomio wurde Gesamtzweiter vor Ruben Xaus, der das Rennen als Vierter beendete. In der Silver-Kategorie ging der Sieg an Marco Attanasio und seine Ducati Diavel.

Treffen beim MBE in Verona

Die BRL Europe lädt nun alle Fans und Partner zum Motor Bike Expo in Verona ein, wo die ersten Meister der Kategorie ausgezeichnet und die Neuheiten für die nächste Saison vorgestellt werden.

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